Manche einfachen Rezepte schaffen es mit nur wenigen Zutaten, einem Gericht das gewisse Etwas zu verleihen – und diese hausgemachte Knoblauchcreme aus dem Thermomix ist dafür das perfekte Beispiel. Cremig, aromatisch und mit einem herrlich würzigen Knoblauchgeschmack ist sie eine dieser Saucen, die man am liebsten immer griffbereit im Kühlschrank haben möchte. Und das Beste daran: Selbst gemacht lässt sich sowohl die Intensität des Knoblauchs als auch die Menge an Salz und Säure ganz einfach an den eigenen Geschmack anpassen.
Die Basis dieses Rezepts ist denkbar einfach: Knoblauch, Milch, Öl, Zitronensaft und Salz. Aus diesen wenigen Zutaten entsteht eine dicke, samtige Emulsion mit einer wunderbar cremigen Konsistenz, die sich sowohl zum Dippen als auch zum Bestreichen eignet. Der Thermomix erleichtert die Zubereitung enorm, denn zunächst wird der Knoblauch fein zerkleinert und anschließend das Öl langsam und gleichmäßig eingearbeitet. So entsteht ohne großen Aufwand eine wunderbar homogene und gebundene Creme.
Besonders praktisch ist die enorme Vielseitigkeit dieser Knoblauchcreme. Sie passt hervorragend zu Ofen- oder Bratkartoffeln, gegrilltem Gemüse, Fleisch, Hähnchen oder Fisch. Ebenso lecker schmeckt sie zu Burgern, Sandwiches, Wraps oder Kebab – oder ganz einfach auf einer Scheibe knusprig geröstetem Brot. Besonders im Sommer ist sie eine tolle Beilage zum Grillen und kann gut gekühlt zusammen mit frisch gegrilltem Fleisch und Gemüse serviert werden.
Natürlich spielt der Knoblauch bei diesem Rezept die Hauptrolle, doch seine Intensität lässt sich problemlos anpassen. Mit vier Knoblauchzehen bekommt die Creme einen deutlich wahrnehmbaren, kräftigen Geschmack, ohne dabei unbedingt zu dominant zu werden. Wer Knoblauch besonders gerne mag, kann eine weitere Zehe hinzufügen. Für eine mildere Variante lässt sich die Menge entsprechend reduzieren. Der Zitronensaft sorgt gleichzeitig für eine angenehme Frische und Säure, die wunderbar mit der Cremigkeit des Öls harmoniert.
Das Grundrezept lässt sich außerdem hervorragend variieren. Etwas frische Petersilie oder Schnittlauch sorgt nicht nur für zusätzliche Frische, sondern auch für die kleinen grünen Kräuterstückchen, die die Creme besonders appetitlich aussehen lassen. Wer möchte, kann zusätzlich etwas schwarzen Pfeffer, andere frische Kräuter oder sogar eine kleine Prise Chiliflocken hinzufügen, wenn die Knoblauchcreme eine leicht pikante Note bekommen soll.
Auch die Wahl des Öls beeinflusst das Ergebnis. Sonnenblumenöl eignet sich besonders gut, da es relativ neutral schmeckt und dem Knoblauch die Hauptrolle überlässt. Alternativ kann ein mildes Olivenöl verwendet werden, wenn die Creme eine etwas mediterranere Note bekommen soll. Sehr kräftiges Olivenöl ist dagegen weniger empfehlenswert, da es den Geschmack der übrigen Zutaten überdecken und beim Mixen eine leicht bittere Note entwickeln kann.
Nach der Zubereitung lohnt es sich, die Knoblauchcreme noch etwas im Kühlschrank ruhen zu lassen. Durch die Kühlung wird sie etwas fester und gleichzeitig können sich die verschiedenen Aromen besser miteinander verbinden. Das Ergebnis ist eine dicke, cremige und wunderbar aromatische Knoblauchcreme, die sich zu den unterschiedlichsten Gerichten servieren lässt.
Und dafür braucht es nur wenige Minuten. Der Thermomix übernimmt das Zerkleinern und Emulgieren und sorgt für genau die cremige Konsistenz, die wir uns wünschen. So wird aus wenigen alltäglichen Zutaten eine unkomplizierte hausgemachte Sauce, die geschmacklich mit vielen Fertigprodukten problemlos mithalten kann. Ein schnelles und vielseitiges Rezept für alle, die den unverwechselbaren Geschmack von Knoblauch lieben.
Hausgemachte Knoblauchcreme aus dem Thermomix
Zutaten
- Für ca. 1 großes Glas (450–500 g)
- 4 Knoblauchzehen
- 125 g Vollmilch, zimmerwarm
- 250 g Sonnenblumenöl oder mildes Olivenöl
- 15 g frisch gepresster Zitronensaft
- ½ TL Salz, oder nach Geschmack
- Optional
- 1 EL frische Petersilie, gehackt
- Etwas frischer Schnittlauch
- 1 Prise schwarzer Pfeffer
Zubereitung
- Knoblauch zerkleinern:
- Die geschälten Knoblauchzehen in den Mixtopf geben und 5 Sek. / Stufe 7 zerkleinern. Mit dem Spatel nach unten schieben.
- Grundmasse zubereiten:
- Milch, Zitronensaft und Salz hinzufügen und 20 Sek. / Stufe 7 mixen.
- Knoblauchcreme emulgieren:
- Den Messbecher einsetzen. 2 Min. / Stufe 4 einstellen und währenddessen das Öl langsam auf den Mixtopfdeckel gießen, sodass es nach und nach am Messbecher vorbei in den Mixtopf läuft. Das Öl sollte langsam eingearbeitet werden, damit eine schöne, stabile und cremige Emulsion entsteht.
- Konsistenz überprüfen:
- Die Konsistenz kontrollieren. Soll die Knoblauchcreme noch etwas fester werden, weitere 20–30 Sek. / Stufe 4 mixen.
- Kräuter hinzufügen – optional:
- Für eine Variante mit Kräutern Petersilie und/oder Schnittlauch hinzufügen und 5 Sek. / Stufe 3 vermischen. So bleiben kleine grüne Kräuterstückchen sichtbar und werden nicht vollständig püriert.
- Abschmecken und kalt stellen:
- Die Knoblauchcreme probieren und nach Geschmack noch etwas Salz oder Zitronensaft hinzufügen. Anschließend in ein sauberes Glas füllen, verschließen und vor dem Servieren mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Beim Abkühlen wird die Creme noch etwas fester.
Fußnoten
Für eine möglichst stabile Emulsion sollten Milch und Öl ungefähr die gleiche Temperatur haben.
Am besten eignet sich Sonnenblumenöl oder ein sehr mildes Olivenöl. Ein kräftiges natives Olivenöl extra kann den Knoblauchgeschmack überdecken und beim Mixen unter Umständen eine leicht bittere Note entwickeln.
Mit 4 Knoblauchzehen wird die Creme angenehm würzig und aromatisch. Wer es besonders intensiv mag, kann 5 Zehen verwenden. Für eine mildere Variante reichen 3 Knoblauchzehen.
Die Knoblauchcreme passt hervorragend zu Kartoffeln, gegrilltem Fleisch, Gemüse, Burgern, Sandwiches, Wraps, Kebab oder geröstetem Brot und eignet sich natürlich auch hervorragend als Dip.
Da die Creme frische Milch enthält und ohne Konservierungsstoffe zubereitet wird, sollte sie immer gut gekühlt und in einem verschlossenen Behälter aufbewahrt werden. Am besten nur kleinere Mengen zubereiten und innerhalb weniger Tage verbrauchen.
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